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Professionell Handeln in Gewaltsituationen

Professional Assault Response Training / P A R T

Kurs Nr. 10.001.13
 
Termin 08.07.2013 - 10.07.2013
Uhrzeit Beginn 09.00
Uhrzeit Ende 17.00
Gesamtstundenzahl 24
Beschreibung Fachkr√§fte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen sind vielfach vertraut mit dem Ph√§nomen von Aggression und Gewalt bei Klienten oder Patienten. Der professionelle Umgang mit solchen Situationen leitet sich aus der Verantwortung f√ľr die Arbeitssicherheit ab und wird vom Qualit√§tsmanagement der Einrichtungen zunehmend vorgegeben. Mehr noch: Er gilt heute als fester Bestandteil einer Berufsethik der verantwortungsvollen Betreuung, Behandlung und Beratung. Pr√§vention und Deeskalation sind hierbei zentrale Begriffe ‚Äď Kompetenzen, die mit dem PART-Konzept vermittelt werden.
Das PART-Konzept baut auf langjährige, internationale Erfahrungen im Sozial- und Gesundheitswesen auf und vermittelt die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen anhand einer großen Bandbreite unterschiedlicher Zugänge und beispielhafter Situationen.
Das erste Interesse ‚Äď auch und gerade im Sinne der Arbeitssicherheit ‚Äď gilt zun√§chst einmal der k√∂rperlichen Unversehrtheit und der W√ľrde sowohl des Klienten/Patienten als auch der Besch√§ftigten.

Lernergebnisse:
Die Teilnehmer/-innen …
-kennen Entstehungszusammenh√§nge von Gewaltsituationen und k√∂nnen diese auf das eigene Arbeitsfeld √ľbertragen.
-kennen und reflektieren die notwendigen Voraussetzungen f√ľr die Arbeit mit ‚Äěgewaltt√§tigen‚ÄúMenschen.
-reflektieren die eigene Haltung zu und das eigene Verhalten in Gewaltsituationen.
-kennen und √ľben Ausweich-, Befreiungs- und Selbstschutztechniken.
-kennen und √ľben passende Kommunikationstechniken f√ľr Gewaltsituationen.
-können Gewaltsituationen nachbereiten und kennen Möglichkeiten der Verarbeitung.
-werden sensibel f√ľr die Notwendigkeit von Ma√ünahmen der Psychohygiene.
Inhalte Grundlagenteil I
1.Das Ziel meiner Arbeit:
-Was tun wir in unserer Einrichtung, um sichere Alternativen zu gewalttätigem Verhalten zu fördern?
2.Professionalität und persönliches Auftreten:
-Was brachte mich zu dieser Arbeit? Was hält mich hier? Bin ich den Herausforderungen dieser Arbeit gewachsen?
-Was sind meine Einstellungen gegen√ľber den Klienten/innen?
-Wie beeinflussen meine Stimmungen mein Verhalten gegen√ľber meinen Klienten/innen?
3.Vorbereitung auf die Arbeit mit aggressiven Klienten/innen:
-Bin ich physisch und psychisch darauf vorbereitet, mit Menschen zu arbeiten, die manchmal gefährlich werden können?
a) Kleidung: Bin ich mir bewusst, wie ich gekleidet bin und wie sich dies auf meine Reaktionsfähigkeit in einem Notfall auswirkt? Bin ich mir bewusst, welchen Einfluss meine Kleidung auf meine Klienten/innen hat?
b) Beweglichkeit: Kann ich mich in meiner Umgebung sicher bewegen? Bin ich mir meiner körperlichen Fähigkeiten und Grenzen bewusst?
c) Vorausschauende Vorsichtsma√ünahmen: Habe ich genug Informationen √ľber den/die Klienten/in, seine/ihre Problematik und derzeitige Verfassung?
d) Beobachtung: Habe ich eine gut entwickelte Beobachtungsstrategie?
e) Selbstkontrolle: Habe ich einen effektiven Selbstkontrollplan?
4.Auslöser von Aggression und Gewalt und deren Alternativen:
-Kann ich m√∂gliche Ausl√∂ser f√ľr Gewalt feststellen und alternative Reaktionen anbieten, die das Verletzungsrisiko reduzieren?

Praktischer Teil
5.Krisenkommunikation
-Kann ich den Grad der Gefährlichkeit des Klientenverhaltens feststellen?
-Kann ich meine Reaktion auf den Grad der Gefährlichkeit angemessen einstellen?
-Kann ich die angreifende Person durch verbale oder nonverbale Kommunikation von ihrem Verhalten abbringen? (mit Rollenspielen)
6.Ausweich-, Befreiungs- und Selbstschutztechniken
-Falls Aggression in K√∂rperverletzung umschl√§gt, k√∂nnen wir Verletzungen vermeiden, indem wir ausweichen, uns befreien oder uns sch√ľtzen?
7.Zwangsmaßnahmen
-Was ist die beste Zwangsmaßnahme und/oder medizinische Intervention in dieser Situation?
a) Festhalten: Wird kurzes Festhalten ausreichen? Falls nicht, brauchen wir weitere Hilfe?
b) Isolieren: Falls kurzes Festhalten nicht ausreicht: wird Isolierung allein das Verletzungsrisiko reduzieren?
c) Fixieren: M√ľssen wir auf mechanische Fixierungstechniken zur√ľckgreifen?
d) Einsatz von Psychopharmaka: Falls die Beurteilung der Situation den Einsatz von Medikamenten nahe legt: habe ich das erforderliche Wissen und die erforderliche Ausbildung, die verschriebenen Mittel sicher zu verabreichen und zu √ľberwachen?

Grundlagenteil II
8.Dokumentation, Nachbesprechung, Wiederholungspr√§vention, Mitarbeiterf√ľrsorge
-Schriftliche Dokumentation: Geben meine Berichte den gewaltt√§tigen Vorfall und die versuchten oder durchgef√ľhrten Interventionen genau wieder?
-Nachbesprechung: Welche Konsequenzen hat der Vorfall f√ľr den Behandlungsplan und den Umgang mit dem/der Klienten/in?
-Wiederholungspr√§vention: Wie k√∂nnen aufgrund der Auswertung des Vorfalls k√ľnftige Krisensituationen fr√ľhzeitig erkannt und beeinflusst werden? Wie kann der/die Klient/in daran mitwirken? Welche Sanktionen sind n√∂tig?
-Mitarbeiterf√ľrsorge: Ben√∂tigen die betroffenen Mitarbeitenden weitergehende Hilfen?
Seminar Veranstaltungsort Fortbildungszentrum des Caritasverbandes f√ľr das Bistum Essen e.V. Am Porscheplatz 1, 45127 Essen
Kursleitung/Dozent Klaus Heinen, liz. PART¬ģ-Trainer, Abteilungsleiter der Ev. Stiftung Hephata Wohnen gem. GmbH in M√∂nchengladbach
Kosten 360,00 EUR (inkl. MwSt.)
Anmeldeschluß 07.06.2013
Zielgruppe Mitarbeiter/-innen aus Einrichtungen der Behinderten-, Alten- und Gesundheitshilfe.
Medien & Methoden Vortrag/Präsentation, Gespräch/Diskussion, Kleingruppenarbeit, Einzelarbeit, praktische Übungen, Rollenspiel
Telefon 0201 81028-518
E-Mail daniel.holzem@caritas-essen.de
Strasse Am Porscheplatz 1
Ort 45127 Essen
Land Deutschland

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